River Ganga Foundation
Zusammensein im Satsang
Ojai, Kalifornien, 10. Februar 2007


Es erstaunt mich etwas. Ich mache das nun durchgehend seit 8 Jahren, und immer noch, jedes Mal wenn ich meine Augen öffne, habe ich keine Idee was ich euch sagen werde. Es ist für mich so überraschend wie für euch. Wenn es für euch alle als große Überraschung erscheint, ist es genau dieselbe große Überraschung für mich. Satsang ist ein erstaunliches Phänomen. Ich weiß, dass ich, zu Beginn, als ich im Gefängnis war und zuerst Gangaji traf, alle möglichen hochtrabenden Vorstellungen darüber hatte was Satsang wäre. Dann, als ich aus dem Gefängnis kam und Satsang begleitete, behielt ich diese hochtrabenden, verrückten Vorstellungen darüber bei, was im Satsang geschehen würde. Ich dachte es wäre so eine Art Ereignis, bei dem jemand, der das erreicht hatte was ich wollte, mit uns zusammen saß und vielleicht, wenn ich Glück hätte, würde etwas überschäumende Gnade auf mich springen. Es war mir nie in den Sinn gekommen, dass Satsang ein Gespräch ist, ein Geben und Nehmen zwischen dem der auf dem Stuhl sitzt und denen die im Raum sitzen. Das kam mir nie in den Sinn. Es kam mir nie in den Sinn, dass der Ausdruck von Satsang, wie jedes andere Gespräch auch, etwas war das sich mit der Zeit veränderte und entwickelte. Ich dachte es wäre wie das Wort Gottes, gemeißelt in Stein, und was immer der Lehrer sagte, das war es. Da gab es überhaupt keinen Raum für Entwicklung oder Veränderung.

Manchmal, speziell bin ich mit größeren Gruppen zusammen, sehe ich immer wieder Leute mit Papier und Bleistift sitzen die aufschreiben was ich sage — oder ich stelle mir zumindest vor, dass sie dies tun.  Aber sie schreiben wirklich eifrig mit was ich sage, und es erstaunt mich immer wieder, weil die Dinge, die ich sage, die Worte, die ich benutze, die Sätze, die ich bilde und die aus mir fließen wirklich nicht besonders wichtig sind. Sie verändern sich mit der Zeit.

Mir wurde bewusst, dass dieses Phänomen des Satsang am ehesten mit einem Gespräch vergleichbar ist, und heute Nacht, hier in Ojai, ist es ein Gespräch das zwischen mir und dieser Gruppe von Leuten stattfindet; und in ungefähr einer Woche, in Santa Monica, wird es ein Gespräch sein, das zwischen mir und einer anderen Gruppe von Menschen stattfindet; und es ist nahe liegend, da ich die Hauptperson bin, dass ich wüsste worüber ich rede, und dass das, was ich sage, wie das Wort Gottes wäre, und jeder andere empfängt es. Aber das ist nicht so.

Ich mache das nun seit 8 Jahren, und was mir aufgefallen ist, ich entdeckt habe, dass sich diese Gespräche immer weiter entwickeln. Auch wenn Wirklichkeit absolut, vollkommen, unglaublich einfach und unveränderlich ist, sind die Diskussionen über und um Wirklichkeit, da sie nie ins Mark treffen, immer Annäherungen, die sich ständig wandeln und entwickeln, entfalten, hoffentlich besser werden. Um dem zu nutzen, weshalb wir hierher gekommen sind, das Suchen und Sehnen zu beenden, das Wollen und Nichtbekommen los zu werden, ja, frei von Leid, Elend, Unwissenheit und Täuschung zu sein.

In letzter Zeit spreche ich mehr und mehr direkt und ohne Umschweife über die Methode der Selbst-Erforschung die durch Ramana Maharshi auf uns gekommen ist, welche ich im Laufe der Jahre als eine überhaupt nicht spirituelle Übung erkannt habe, eher als wäre sie eine Art Medizin. Ich habe erkannt, dass wenn Ramana und andere bedeutende Lehrer mit uns über die Tatsache sprechen, dass das einzige Problem ein Irrglaube darüber ist, was wir sind, sie es auch tatsächlich so meinen. Es ist wirklich genau das was sie meinen. Unser einziges Problem ist ein Irrglaube darüber was wir sind. Und unsere Leben sind das, was wir überzeugt sind zu sein, unser Verstand, unsere Gedanken, unsere Erinnerungen, unsere Gefühle, unsere Beziehungen, unsere Dramen, unsere Wünsche, unsere Erfolge, unser Versagen, unsere Geschichte, unsere Erwartungen, unsere Hoffnungen, unsere Ängste. Das ist es was wir glauben zu sein: unser Leben.

Und es ist wirklich einfach zu verstehen und verzeihlich, dass wir auf diesen Irrglauben, unser Leben zu sein, hereinfallen können; denn unsere Leben sind so groß für uns. Unser Verstand, die Dinge die auf uns zukommen, die Dinge von denen wir glauben, dass sie unsere Fehler sind, unsere Bestrebungen, unser Versagen, unsere Neurosen; sie alle sind so groß für uns, und sie sind das worauf wir geschult sind unsere Aufmerksamkeit zu richten. Wir achten immer darauf was wir wollen, was wir nicht haben, was wir brauchen, was wir denken, was richtig und was falsch wäre. Das sind die Dinge die uns zurufen: „Hallo, schaue, schaue, dies, das, mich!“ So ist es wirklich berechtigt und verzeihlich, dass wir glauben müssen unsere Leben zu sein, unsere Fehler und unsere Erfolge.

Es ist verzeihlich, aber es ist nicht wahr, und das ist es was sie uns immer gesagt haben: es ist einfach nicht wahr. Und die Vorstellung, dass ich nicht mein Leben bin, ist so unvorstellbar, dass es nahezu unmöglich ist dies zu vermitteln; es ist mit Mitteln dieses Gesprächs   zwischen euch und mir nahezu unmöglich mitzuteilen, weil, so wie ich dies sage, nur Gott weiß was ihr denkt. Ich weiß in etwa was ich gewohnt war zu denken, aber das hatte nichts annähernd mit dem zu tun was ich jetzt wahrnehme. Und aus diesen laufenden Gesprächen mit euch wurde mir bewusst (weil sie immer mit euch sind, unabhängig davon welche Gestalten, welche Gesichter in mir erscheinen, und an diesen Gesprächen teilnehmen, es seid immer ihr), dass die entkleidete Einfachheit der Wahrheit nichts, was auch immer, mit meinem Leben zu tun hat. Diese ganze Geschichte der spirituellen Errungenschaft (die Erleuchtung, Realisation, und Erwachen genannt wurden) hat nichts, aber auch gar nichts, mit meinem Leben zu tun. Rein gar nichts.

Nun, da ich so lange, andauernd und tief verwurzelt, überzeugt bin mein Leben zu sein, erwarte ich, kommt diese Wohltat von der all die Weisen gesprochen haben über mich, erwate ich, dass mein Leben sich verändern wird, dass meine Gedanken sich verändern werden. Möglicherweise verschwinden sie einfach! Dass dies geschieht wird erwartet, richtig? Es wird angenommen, dass dann keine Gedanken mehr sind, Leere muss alles umschließen. Oder, falls die Gedanken nicht verschwinden, müssen sie zumindest, so wahr mir Gott helfe, richtig  und gut werden, und rechtschaffen. Und, wenn ich das bekomme was ich erwarte zu bekommen, diese Erleuchtungsgeschichte und so weiter, muss es mein Bewusstsein ergreifen, meinen Verstand, meine Wünsche; meine Wünsche sollten verschwinden, richtig? Sie sollten weg sein! Und meine Feindschaft und meine Aggressionen der Welt gegenüber, diese sollten auch verschwunden sein. Und meine geistige Verwirrung sollte verschwunden sein, und alles sollte einfach und klar sein, und einfach zu erkennen, und leicht verständlich. Da sollte ein Ende für alle Fragen sein. Die Natur der Wirklichkeit sollte offensichtlich sein. Und falls ich mich wieder finde, immer noch mehr Geld verdienen zu wollen, eine bessere Liebesaffäre zu suchen, oder mehr Befriedigung, einen besseren Partner, mehr Ansehen; wenn ich mich darin wieder finde dies zu tun, als dieser sich entfaltende Apparat von bekommen und los werden wollen, von behalten und nicht wollen, so als ob er mich wäre, dann muss da etwas falsch mit mir sein. Ich bin erschreckt und enttäuscht und desillusioniert und niedergeschlagen, zu sehen, dass dieses Spiel immer noch weitergeht, und dass ich immer noch derselbe bin. Möglicherweise ändern sich Dinge, alles verändert sich, das ist die Natur der Dinge, aber ich spüre immer noch Wut, und ich spüre immer noch Wolllust, und ich spüre immer noch Missgunst, und Entmutigung, und ich fühle mich immer noch manchmal dumm. Und ich bin so tief mit der ungeprüften, nicht sichtbaren Überzeugung erfüllt, dass ich dieser Apparat bin, dass ich nicht weiß wie ich anders über ihn sprechen sollte als „Ich mache immer noch diese Sachen.“ Ohne Bedeutung, dass der Hinweis und die ganze Aussage aller spirituellen Lehren gewesen ist mir zu sagen: „Du bist nicht was du denkst zu sein. Du bist nicht dein Leben, und das ganze Problem ist der Irrglaube, dass du dieser Apparat bist, der sich dumm fühlt, und will und nicht will, und bekommt und nicht bekommt, der sucht und nicht findet.“ So ist es gebräuchlich für uns, speziell in dieser so genannten „Neo-Advaita“- Tradition, zu vermeiden über die Ergebnisse zu sprechen. „Du bist was du suchst, du warst nie etwas anderes, finde dich selbst und alles wir in Ordnung sein.“ Aber, was ist mit meinem Leben? Bedeutet es, dass ich glücklich sein werde, mir nichts mehr wünsche, aufhöre zu denken? „Macht euch darüber keine Sorgen.“

Es ist so schwer zu sagen, und es ist so schwer zu hören, dass nichts was in meinem so genannten Leben erscheint irgendeine Bedeutung, Relevanz, Konsequenz, oder was auch immer hat. Ich bin es nicht. Ich war es nie, und all mein Elend und Missverständnis fließt direkt aus dieser nicht sichtbaren, ungeprüften Überzeugung, dass ich es bin. Da ist kein Teil davon der ich wäre, kein einziger. Und, selbstverständlich schon wieder, fallen wir in dieses gewaltige Paradox, aber es ist nur ein Paradox in den Grenzen menschlichen Verständnisses; aber es scheint ein mystisches, magisches Paradox, dass ich von „mir“ sprechen kann, als ob ich etwas wäre, und sehe, dass überhaupt nichts, was auf dieses Wort eine Antwort gäbe, irgendetwas mit mir zu tun hat. Und, beginne ich mit der Selbst-Erforschung, ist der alte, verzeihliche Brauch in meine Gedanken zu schauen, um zu sehen ob ich das erreiche was ich zu erreichen hoffe einfach es nur überflüssig.

So, lasst mich euch etwas darüber erzählen was das Ergebnis der Selbst-Erforschung ist. Was Selbst-Erforschung vollbringt hat nichts mit deinem Leben zu tun; es hat nichts damit zu tun ob du alterst, ob du stirbst, ob du dich gut fühlst, ob du dich schlecht fühlst, ob du dumm oder klug bist, ob du klar, oder leer, oder voll bist. Der Zweck der Selbst-Erforschung ist es dich vom Irrglauben zu befreien, dass das du wärst, und du tust das indem du auf die Wahrheit dessen schaust was du bist — welche hier ist, immer-präsent, nie abwesend, unbestreitbar und offensichtlich.
Nun, was passiert wenn dieser Glaube vergangen ist? Gut, soweit es diesen Apparat betrifft, der ich geglaubt hatte zu sein, nicht viel, außer dass er sich immer verändert hatte (das ist seine auffälligste Eigenschaft, er ändert sich ständig), also nicht viel. Da gibt es nichts worauf du mit dem Apparat des menschlichen Bewusstseins schauen könntest und sagen „Ah! Da ist es! Ich bin erwacht!“ Denn, was auch immer im Apparat des menschlichen Bewusstseins passiert, du warst schon immer erwacht, du warst es nie nicht gewesen, und du erkennst das. Fast wie gegensätzlich zu dieser Aussage, vergeht, ist dieser Irrglaube verschwunden, das Gefühl der Trennung zwischen dir und dem Lebens. Und, erstaunlicherweise, es ist meine Erfahrung, dass ich viel tiefer, als ich mir je vorstellen konnte, in dieses Leben sinke, das ich nicht bin, ist dieser Irrglaube vergangen. Ohne dass dabei etwas in ihm auf dem Spiel stände, ohne dass überhaupt etwas auf dem Spiel stände. Ich transzendiere dieses Leben nicht. Die Trennung zwischen dieser Wirklichkeit, die ich bin, und diesem vorgetäuschten Apparat, der ich glaubte zu sein, verschwindet. Und das Leben offenbart sich als lieblich, genau so wie es ist. Der Zweck meines Lebens offenbart sich mein Leben zu sein, genau so wie es ist. Ich bin die Augen und Ohren und Nase und Zunge der Bewusstheit selbst.

So, der schwere Abschnitt ist diese berechtigte Überzeugung zu durchschauen, dass diesem Apparat, den ich glaube zu sein, etwas dramatisches passieren sollte, als Teil meiner spirituellen Errungenschaft. Der schwere Teil ist Aussagen umzugehen wie. „Nun gut, ja, ich kann sehen was ich bin, aber dann verliere ich mich wieder. Ich verfalle wieder irgendeinem Trip. Ich verfalle darauf das zu wollen, und dies nicht.“ Na und? Wirklich, na und? Das ist der schwere Schritt. Aber auch das ist nur schwer weil wir denken es müsste daran etwas geändert werden. Das ist die Großartigkeit von Ramanas Einblick, und du musst sehen, dass Ramana überhaupt keine spirituelle Persönlichkeit war. Ramana hatte keine Zeit eine spirituelle Persönlichkeit zu werden. Ramana war 16 Jahre alt, als er in die Wahrheit stolperte, und die Pracht, das Wunder und die Größe von Ramanas Geschenk ist haargenau die Tatsache, dass er uns nahe legt zu sehen was wir sind, fertig. Nicht dass wir nach dem schauen, was wir sind, um bessere Menschen werden zu können; nicht dass wir nach dem schauen, was wir sind, um in diesem Leben Erfüllung zu erlangen oder frei von Missverständnissen zu sein; lediglich um zu sehen was wir sind, fertig. So oft wir können. Und Ramana betrachtete es als gesichert — so wie ich — das wir bereits wissen, was wir sind. So wissen wir bereits wo wir nachschauen müssen. Wir sind dieser unveränderliche Hintergrund der immer hier ist, der sich nie bewegt, der sich nicht verändert, der weder Befriedigung noch Nichtbefriedigung erfährt. So ist Ramanas Methode der Selbst-Erforschung keinesfalls spirituell — auch wenn sie mit all dieser Last daherkommt, die sich auf alles lagert, geschieht es in einem spirituellen Umfeld. Diese Methode der Selbst-Erforschung ist einfach zu handhaben, und es bedeutet für dich einfach zu schauen, was du bist. Nicht als einmalige Angelegenheit, wie „Wenn ich es einmal richtig verstanden habe, einmal richtig erkenne, dann ist es vorbei!“ Es ist nie vorbei. Warum sollte es so sein? Was könnte dich davon abhalten nicht auf dich schauen zu wollen?

So, das ist die Schönheit an Ramanas Methode. Ramana interessiert es nicht, ob du dein Leben veränderst oder nicht veränderst. Ramana interessiert es nicht, ob du dich weiterhin bemühst brillant, oder schön, oder dünn, oder fett, oder klug, oder dumm zu werden; das kümmert ihn alles nicht. Alle diese Bemühungen sind in Ordnung. Deine Suche nach weltlichem Wohlstand ist in Ordnung; dein Versuch dich von der Suche nach weltlichem Wohlstand abzuhalten ist in Ordnung. Auch das Schwanken zwischen beiden Versuchen ist in Ordnung. Es gibt nichts was du tun oder nicht tun kannst, oder versuchen kannst zu tun, das von irgendeiner Konsequenz ist. Das Einzige, was du mit Erfolg tun kannst, ist auf dich zu schauen, bewusst, vorsätzlich, mit weit offenen Augen, so oft es dir möglich ist. Und das Ergebnis davon ist die Zerstörung des Irrglaubens, dass du dein Leben bist, indem du auf die Wahrheit schaust. Was in deinem Leben geschieht liegt schon jetzt nicht in deinen Händen, und es wird sich daran auch nichts ändern, entledigst du dich von der Vorstellung dein Leben zu sein. Siehst du was ich meine, richtig? Das über was wir hier sprechen ist so einfach, so unkompliziert, so offensichtlich, und fangen wir an darüber zu sprechen machen wir alles nur kompliziert. Ich meine dies wirklich so. Ich rede nun schon, wie lange?, darüber, eine halbe Stunde? Und ich habe nichts gesagt was einen wirklichen Wert hätte.

Noch etwas zum Thema Satsang — und ich glaube ich sprach schon davon, ohne es deutlich zu machen — Satsang lehrt mich. Diese Treffen mit euch zum Satsang lehren mich. Sie lehren mich wie ich euch lehren kann. Wie sonst sollte ich es lernen, außer in diesen Gesprächen mit euch? Und mir wurde etwas bewusst — und das sagte ich nicht, aber werde es jetzt sagen; ich werde, wenn ich dies sage, vielleicht von einem Blitz niedergestreckt, weil von uns in der Welt des Neo-Advaita erwartet wird uns nicht um solche Dinge zu kümmern. Und hier ist es: Ich denke uns steht uns offen die Welt zu verändern. Uns steht es offen, in dieser Zeit, auf eine nie da gewesene Art, möglicherweise einen evolutionären Sprung im menschlichen Bewusstsein mit zu vollziehen. Nicht aufgrund irgendwelchen mysteriösen Unsinns, wie einer besonderen Konstellationen der Planeten und Sterne, oder etwas anderem aus dieser Richtung, nein, alleine aus der Tatsache heraus, dass in unserem Leben diese Lehre erschienen ist, diese Methode der Selbst-Erforschung, diese Möglichkeit alle Fallen der Vergangenheit zu umgehen, und uns direkt dem Kern der Sache zuzuwenden. Diese Möglichkeit ist in unserer Lebensspanne erschienen, auf eine Weise wie es meines Wissens nie zuvor der Fall war, und ich habe viel gelesen. Und zudem taucht während unseres Lebens nun die Möglichkeit auf, wirklich jedes menschliche Wesen auf diesem Planeten mit dem Vorschlag zu erreichen, für einen Moment innezuhalten und zu sehen „was du bist“. Und ihr seht, diese Methode bedarf keiner langen Zeit der Unterstützung, Entwicklung oder Betreuung, um ihre Aufgabe zu verrichten. Sie braucht das wirklich nicht. Ich meine es ist in Ordnung für uns, uns auf diese Weise zu versammeln, aber ich will euch sagen, wenn du dies einmal hörst, und nur einmal wirklich begreifst, was es heißt auf dich selbst zu schauen, bist du durch. Was nicht heißt, dass du nicht durch alle möglichen Arten von spirituellen Melodramen gehst, und diese willst, und Seligkeit wie Hölle erfährst, und all diese Dinge, weil sie einfach das sind was wir tun. Aber das ist alles wirklich an der Sache vorbei. Es kann dich nicht verletzen, noch kann es dir helfen. Und wenn du einmal wirklich begriffen hast, was Ramana angeboten hat, dir einmal wirklich bewusst wird, dass es für dich möglich ist, in diesem Moment, die bewusste, direkte, unmittelbare Erfahrung der Wirklichkeit dessen „was du bist“ zu erleben, bist du durch; und wir können beim nächsten weitermachen. Es wird für diese Übung ein wenig Zeit brauchen, um ihre Wirkung zu entfalten, aber das wird sie tun. So, meiner Ansicht nach sind wir in einer in der menschlichen Geschichte einmaligen Lage, die Möglichkeit der gesamten Menschheit sich von diesem Irrglauben zu befreien.

Nun, niemand weiß was die Konsequenzen daraus wären. Ich weiß, auch wenn ich nicht behaupten kann, dass dieser Apparat zu einem Buddha wurde, oder einem Jesus, oder leerem Gewahrsein, oder irgendetwas von all diesen Dingen. Ich weiß, dass ich nicht mehr die Neigung habe aus dem Haus zu gehen und Banken auszurauben, oder mich mit der Polizei in eine Schießerei zu verwickeln, oder Leute zu hassen, oder Leute verbessern zu wollen. Ich weiß das. Und ich weiß, aus meiner eigenen Erfahrung, dass wir in dieser Sache voneinander abhängen. Die ganze Vorstellung, dass auf der einen Seite jemand steht, der der Lehrer ist, der Führer und Guru, derjenige der das Licht verteilt, und auf der anderen Seite jeder andere, der in Unkenntnis ist, für sich Licht sucht, ist falsch. Ich weiß das. Es gibt nirgendwo so etwas wie zwei menschliche Bewusstsein zu finden, und ich weiß, dass der gewaltige Aufwand an Aggression und Widerstand, der notwendig ist dieses Gefühl der Trennung aufrecht zu halten, mit diesem Irrglauben eins ist. Und ich weiß, solange irgendwo in der Welt der Gedanke existiert „Ich bin nicht frei, wenn ich dies nicht tue, das nicht bekomme, oder es will, oder es nicht will“, dass dies mein Gedanke ist. Ich weiß das. Und hier stehen wir, vor dieser erstaunlichen Möglichkeit.

Ich weiß jetzt nicht was mich dazu brachte dies zu sagen, aber möglicherweise höre ich darüber. Aber es ist wahr. Die ganze Vorstellung individueller Befreiung ist eine Lüge. Du kannst mit diesem Glauben dieser Apparat zu sein in deinem eigenen Geist fertig werden, in deinem eigenen Leben, aber solange dieser Glaube im menschlichen Bewusstsein besteht, besteht er in dir und in mir. Und was passiert ist er überwunden? Was passiert, wenn wir von dieser Dummheit lassen diese Erscheinung und jene Erscheinung korrigieren zu wollen, vom Versuch ablassen die Aggressionen von anderen zu korrigieren, aufhören Dinge richtig zu machen, aufhören das richtige zu machen, damit aufhören jemanden anderen davon abzuhalten einen Fehler zu begehen? Was passiert wenn wir all dies seinlassen würden, und zum Kern der Sache schreiten, welcher der Glaube ist mein Leben zu sein, und alles stände in diesem Leben auf dem Spiel, und ich müsste das Menschenmögliche tun mich zu beschützen und Recht zu haben? Was passiert wenn das vorbei ist? Was passiert wenn George Bush nicht mehr die Neigung in sich trägt Recht haben zu müssen?

Also, das ist es was ich zu sagen habe. Aber was ich wirklich mitzuteilen habe, das fängt genau hier an, mit dir, zu erkennen was du bist. Nicht mit dem Ziel, dass du gut wirst. Nur mit dem Ziel, dass du die Wahrheit siehst, was auch immer die Wahrheit ist. Das ist der Punkt an dem es beginnt, und das ist es worauf Jesus Christus hinweisen wollte, als er sagte, dass dich die Wahrheit freimachen würde. Alles klar? Gut.

 

©2007 John Sherman. Alle Rechte vorbehalten.

Übertragen ins Deutsche von Tobias Knittel

 

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